Medienfassaden sind durch ihre stationäre Präsenz im Stadtraum für eine große Zahl an Menschen integraler Bestandteil ihres urbanen Alltags. Sie erleben die Medienfassade 24 Stunden am Tag über das ganze Jahr. Eine Bespielung mit klassischen Werbefilmen wird dem Anspruch einer Medienfassade – schon allein wegen der stetigen Wiederholung eines begrenzten Fundus an Bildmaterial – in den meisten Fällen nicht mehr gerecht. Die Rahmenbedingungen dieser veränderten Wahrnehmungssituation verlangen nach neuen Bespielungsarten.
Über die klassische Bild- und Filmbespielung hinaus bieten die digitalen Medien hier neue Möglichkeiten durch selbstgenerierende Bilder, Interaktion und Vernetzung, die den veränderten Anforderungen der Bespielung von Medienfassaden gerecht werden. Es gibt drei Kategorien für die Bespielungen von Medienfassaden: interaktive, autoaktive und reaktive Bespielung.  |